90 Jahre REO

17.09.2015

…mit Innovationskraft, Know-How und Tradition in die Zukunft

Am 17.08.1925 wurde durch Boris Reichsfreiherr von Wolff die Fa. Haase & REO in Berlin gegründet. In den darauffolgenden Jahren wurden Widerstände für Prüfgeräte sowie Vorschaltgeräte für Bogenlampen gefertigt. Stellbare Widerstände – ob Schiebe- oder Drehwiderstände – waren zum damaligen Zeitpunkt begehrte und notwendige Produkte für den Aufbau der Generation Elektrotechnik.

Entsprechend den Gegebenheiten in der Kriegszeit wurde immer der Mensch in den Mittelpunkt gestellt. So wurden mit ehemaligen Zwangsarbeitern noch lange Jahre nach dem Krieg Freundschaften gepflegt. Immer nach dem Motto „In dubio pro REO“.
Viele jüdische Freunde aus der Kriegszeit, die ins Ausland emigrierten, waren stets gern gesehene Gäste im Hause REO, und auch wir waren in deren neuer Heimat immer willkommen.

Nach Kriegsende wurde eine Niederlassung in Solingen eröffnet. Diese hatte zur Aufgabe, sich insbesondere um die Kunden, die von Berlin aus in Westdeutschland aufgebaut worden waren, zu betreuen. Schnell wurden in Solingen neue Produkte, wie Ring- und Säulenstelltransformatoren unter der Marke REOVAR entwickelt. Auch hierfür war ein großer Markt in der Nische vorhanden.

Ein besonderes Credo bei REO war immer: „Wir folgen unserem Kunden.“ Ein Kunde, der Stellwiderstände kaufte, bekam nun Stelltransformatoren, und anschließend wurde die Elektroniksparte – vorzugsweise in Berlin, aber später auch in Solingen – für unsere Kunden entwickelt.

Die ersten Niederlassungen in Frankreich und den Niederlanden zeigten schon damals das Bestreben des Unternehmens REO, im europäischen Ausland präsent zu sein.
Durch den Aufbau der Elektronikfertigung, insbesondere im Bereich REOVIB, war die Notwendigkeit gegeben, im Laufe der Jahre weitere Auslandsniederlassungen in der Schweiz, in Spanien, Italien, England, Polen, Belgien und der Türkei aufzubauen. Eigene Fertigungsstätten im außereuropäischen Ausland, wie Indien, China und den Vereinigten Staaten von Amerika kamen hinzu.

In Deutschland wurden die Firmen Setzermann, PMR und IBK sowie die Firmen Nieke und MWK als Übernahmen bzw. Neugründungen in die REO-Gruppe integriert. Jede dieser Einheiten ist mit ihrem Produktportfolio entsprechend der „Nischen-Philosophie“ am Markt präsent.

Unsere Mitarbeiter haben sich stets der Firmenphilosophie, Marktführer in der Nische zu sein, verpflichtet gefühlt.

Denn ein Massenproduzent ist REO nie gewesen. Deshalb haben wir auch mit unserem Innovationszentrum in Berlin den Grundstein für die Bestands- und Weiterentwicklung der Induktivitäten gelegt. Diese von uns aufgebaute Fachkompetenz dient heute als Basis für unsere Fertigungen im Ausland.

Dieser oben beschriebene Aufbau – national und international – wurde im Wesentlichen von Herrn Gert Freiherr von Wolff geprägt, der nach dem Tode seines Vaters die Geschäfte des Unternehmens REO weiterführte und vorantrieb.

Ein weiterer Meilenstein in dem Familienunternehmen REO war die Übergabe der Unternehmensführung an die nächste Generation, welche sich ebenfalls im besonderen Maße für die Entwicklung der REO-Gruppe einsetzt.

Die Produkte, die heute gefertigt werden, haben Weltstandard. Insbesondere die Marke REO mit den dazugehörigen Markennamen wird gepflegt und geschützt.

Die in die Zukunft gerichteten Entwicklungen in den Bereichen Energieeffizienz und Schaltnetzteile unter dem Begriff REOTRON, aber auch Produkte für den Einsatz in der Bahntechnik, in Windanlagen und zahlreichen Anwendungen im Bereich der Erneuerbaren Energien machen bereits heute einen beträchtlichen Anteil am Gesamtumsatz aus.

REO wird mit seinen Mitarbeitern auch weiterhin seiner Linie eines Familienunternehmens in der Nische treu bleiben – mit sozialer Verantwortung und Fachkompetenz – für seine Kunden.

 

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